Wann mit der Gemeinschaft laufen?

Tipps und Tricks für die Freien Völker

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Re: Wann mit der Gemeinschaft laufen?

Beitragvon Valaraukar am 20.02.2013, 09:07

Ein fast verlorenes "offenes Geheimnis" für einen möglichen Erfolg des Schattens ist, die Gemeinschaft verstärkt zu jagen. Natürlich kann man als Schatten beinahe rein militärisch spielen, doch dann wird das Spiel nichts weiter als ein Wettrennen zwischen einem Spurt zum Schicksalsberg und dem Unterjochen der Freien Völker, bei dem - spätestens seit der "Herren von Mittelerde" - eher die Freien Völker gewinnen, als der Schatten. Das zumindest ist mein Verdacht, der sich mehr und mehr erhärtet, je öfter ich bei den "Herren von ME" einen Ringsprint ausprobiere. Die Sonderfähigkeiten von Elrond und Galadriel und insbesondere die Sonderfähigkeiten von deren Elbenringen begünstigen einen Ringsprint. Auch Smeagol tut dazu seinen Anteil.

Auf der anderen Seite hat in "Herren von Mittelerde" der Schatten durchaus mehr Möglichkeiten als zuvor, die Gemeinschaft erfolgversprechend zu jagen, an erster Stelle natürlich durch den Herrn der Ringgeister, aber auch das Balrog kann unter den passenden Umständen hier sehr nützlich sein. Und mit etwas Glück zieht der Schatten auch eine Ereigniskarte, mit welcher der gute Smeagol plötzlich seine eigenen Jagdplättchen gegen die Gemeinschaft verwendet. Meine Erfahrungen beim konstanten Jagen der Gemeinschaft haben mir gezeigt, dass dadurch der Schatten durchaus auch militärisch noch gewinnen kann, allerdings benötigt er mit dieser Vorgehensweise deutlich mehr Zeit für einen militärischen Sieg als wenn ich rein militärisch spiele - einen Schattensieg durch 10 Siegpunkte vor Runde 10 dürfte somit m.E. kaum mehr möglich sein. Gleichzeitig wird aber zwangsläufig auch die Gemeinschaft sehr verlangsamt und mitunter arg mitgenommen, was dem Schatten wiederum mehr Zeit als sonst für seinen Militärsieg einbringt. Und dieses ganze Prozedere ist natürlich auch mit der 2nd Edition möglich, also auch ohne die Erweiterung, wenn auch - wie schon gesagt - die Erweiterung das ganze noch verfeinert.

Unterm Strich machen Spiele, in denen die Gemeinschaft aktiv gejagt wird und dennoch auch maßgeblich ein Militärsieg des Schattens angestrebt wird, sehr viel mehr Spaß, als reine Ringsprints vs. Blitzkrieg. Denn meistens enden Ringjagd-/Militärsieg-Spiele sehr knapp für eine der beiden Seiten und zudem müssen auch sichtbar mehr Runden gespielt werden, bevor ein Ergebnis feststeht. Das ganze wird damit einfach noch eine spürbare Stufe epischer. Und wer von uns allen würde nicht epische Schlachten und Jagden um und nach dem Einen Ring lieben?! :D

Dennoch sollte man als Schatten mit der Jagd nach dem Einen Ring nicht zu sehr übertreiben. Legt man ständig noch vor dem Aktionswurf zu viele Augen ins Jagdfeld, werden diese und ggf. noch dazugewürfelte Augen schmerzlich bei den militärischen Bemühungen fehlen, während das den FV die Chance bietet, die Gemeinschaft vielleicht nur einmal oder auch gar nicht zu bewegen, um einen möglichst großen Vorteil aus der (vergeblichen) Jagd des Schattens zu ziehen. Mein Tipp: Für ausgewogene, epische Ringkriegs-Partien sollte man als Richtwert immer ca. 2 Augen vor dem Aktionswurf ins Jagdfeld legen. Das bremst die Gemeinschaft auf längere Sicht etwas (und verlängert damit entsprechend das Spiel) und gibt dem Schatten trotzdem noch genug Luft, seine Angriffe mit genug Nachdruck umzuseten.
Valaraukar
 

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