Der Weg nach Norden

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Der Weg nach Norden

Beitragvon WindlePoons am 04.09.2008, 20:53

Hallo Leute,

trotz eklatanten Zeitmangel haben drei Freunde und meine Wenigkeit am WE eine Partie Herr der Ringe gespielt.
Ich selber gehörte den Freien Völkern an. Die Schatten versuchten einen Angriff auf Lorien, das Waldlandreich (wobei sie sträflich die Grenze der Nördlichen Allianz überquerten und nicht mit den Konsequenzen rechneten), welche beide schnell fielen, bzw. wurde das Waldlandreich aufgegeben (benötigten die Truppen noch um Lorien zu entsetzen, da der Schatten viel Pech beim Würfeln hatte und Dol Guldurs Truppen vor dem Angriff teilte). Mittlerweile ließen sich Streicher und Boromir in Minas Thirith blicken und krönen, Gandalf tauchte im Fangorn auf. Thal Erebor, Carrock fielen nahc schweren Schattenverlusten.
Anschließend wurde eine rießige Armee in Gondor ausgehoben. Der Schatten verlor die Initiative, bzw. man fetzte sich wegen der neuen Strategie. In Bree, Auenland, Imladris wurden weitere Armeen rekrutiert.

Der Schatten verlor das Spiel haushoch, jede Truppenbewegung konnte gekonntert werden.

Nun meine Frage: gibt es eine vernünftige, schnelle Strategie für einen Angriff im Norden, auch wenn die Karten nicht unterstützend eingreifen?
Meines erachtens Nein, da Gondor zu mächtig wird.


Gruß Poons
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Re: Der Weg nach Norden

Beitragvon svenhoefer am 06.09.2008, 10:48

Hallo.

Meines Erachtens nach gibt es überhaupt keine vernünftige Strategie. Beide Seiten sind auf die Handkarten angewiesen und je nach dem entwickelt sich das Spiel. Der Norden ist bei uns auch manchmal reich umkämpft, aber ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, wer öfters die Oberhand hatte. Das ist immer eine recht ausgewogene Sache. Jedenfalls bieten sich dort die Östlinge an, da sie die Nördliche Allianz einfacher umgehen können. Es sollte ja auch Ziel des SS sein, gegen sowenig Nationen wie möglich Krieg zu führen, dass der FS gezwungen wird, seinen spärlichen Würfelvorrat in die Politik der nicht angegriffenen Nationen zu investieren. Eine echte Strategie, den Norden zu überrennen, gibt es nicht.
Etwas ähnliches trifft ja auch auf den Westen zu. Hat der SS die Corsaren mit ihren Drecks-Schiffen im Spiel und eines davon bewegt sich auf die Grauen Anfurten zu, bleibt dem FS eigentlich nichts weiter übrig, als im Westen zu rekrutieren, was das Zeug hält. Greift der SS dort an, gibt es einen langen und zähen Kampf, der der Gemeinschaft wieder Zeit verschafft. Greift er nicht an, hat der FS eine große Streitmacht im Westen, mit der viel Unheil beim Schtten gestiftet werden kann. Fazit: Auch ausgewogen.

Ich als FS versuche jedenfalls meistens, eine "zentral gelegene" Festung der FV (Minas Tirith, Helms Klamm oder Lorien) so zu verstärken, dass der SS sich gut überlegen muss, dorthin anzugreifen. Hat man dann noch die Ents im Spiel, ist Saruman zumindest eingeschüchtert und Moria bzw. Dol Guldor auch nicht mehr sicher. Den Schatten militärisch zu besiegen, ist zwar relativ aussichtslos, und nur mit Glück des FS oder Unachtsamkeit des SS zu bewerkstelligen, aber er kann zumindest drastisch gebremst werden.

Ich merke übrigens gerade, dass ich vom Thema abweiche. Aber egal ... weiter im Text:

In unserem letzten Spiel hat mein militärischer Größenwahn der Gemeinschaft den Kopf gekostet. In der vorletzten Runde hatte ich 3 Würfel mehr als der Schatten, was mich zum Angriff auf Isengard und Dol Guldor animierte. Da der SS 7 Würfel in der Jagdbox liegen hatte, entschloss ich mich, die Gemeinschaft in Mordor nicht zu bewegen und den einen automatischen Korrumpierungspunkt in Kauf zu nehmen. Isengard fiel schnell. Dol Guldor fiel nicht. Ich hatte keine 4 Siegpunkte und der eine Korrumpierungspunkt war in der letzten Runde das Zünglein an der Waage. Die Gemeinschaft verviel kurz vorm Ziel dem Ring. Da konnte auch Gollum nicht mehr helfen.

Das Spiel davor wiederum kamen meine zwei Ringträger mit Korrumpierung 0 (in Worten: Null) am Schicksalsberg an. Der SS (das arme Schwein hat mir richtig leid getan) zog in Mordor meine 4 blauen Jagdspielsteine aus dem Pool und Schritt für Schritt wurde die Korrumpierung weniger oder blieb zumindest so gering, wie sie war. Am Ende hat Frodo wohl erholt, entspannt und mit einem breiten Grinsen auf den Backen den Ring der Macht in'n Schicksalsberch neinjepfeffert. :-) Auch militärisch hatte Sauron nichts Ganzes und nichts Halbes zustande gebracht.

Es gab aber auch Spiele, in denen ich komplett überrannt wurde, ohne dem etwas entgegen setzen zu können. Oder die Gemeinschaft wurde fertig gemacht, bevor sie auch nur in die Nähe von Minas Morgul oder Morannon kam.

Um jetzt endlich mal zu einem Schluss zu kommen: Es gibt keine Strategie für keine der teilehmenden Spieler. Weder im Norden, noch im Süden, noch sonst irgendwo. Jedes Spiel ist anders und jedes Spiel entwickelt sich so, wie das Spiel sich entwickelt - eben unvorhersehbar. Das ist ja auch der Grund, weswegen wir den Ringkrieg jetzt im Sommer wieder öfters zocken - übrigens sehr zum Leidwesen meiner Frau. Aber Schatz: Ich liebe Dich trotzdem. :-*
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Re: Der Weg nach Norden

Beitragvon WindlePoons am 08.09.2008, 19:16

Danke für die Antwort und diese interessanten Spielvariationen, die du erlebt hast.
Werde mal versuchen, meine Bekannten für dieses Spiel zu begeistern.

Achja, wegen deiner Frau: Meine hat einmal mit mir gespielt. Als ich Saruman platt gemacht hatte, kam der Dialog:
Fr.:" Schatz, wann hast du eigenltich vor zu kochen?"
ich:"Hää?"
Fr.:"Du kochst heute, ich nehme jetzt en Entspannungsbad."

Tja, so kanns auch gehen.

Gruß WindlePoons
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