(Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

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(Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Valaraukar am 23.06.2014, 09:31

Hallo, liebe Mittelerde-Freunde!

Da es eine geheime Leidenschaft von mir ist, zu Schreiben, insbesondere in solchen Genres, in denen mir meine reichlich vorhandene Fantasie zu Gute kommt (Science-Fiction, Fantasy), möchte ich künftig hier in diesem Thread ein paar "selbstgebastelte" Kurzgeschichten über verschiedene Zeiten und ("wahre" oder "unwahre") Vorkommnisse aus Mittelerde kundtun.

Meine erste Geschichte soll von dem Verrat Saurons an den künftigen Ùlairi handeln, wie er ihnen Macht durch die Neun Ringe gab, um sie später zu seinen mächtigen untoten Dienern machen zu können. Ihr erstes Auftauchen und die ersten Dienste, die sie als schreckliche Ringgeister Sauron ableisten mussten. Dabei werde ich mich so gut als es geht und diese mir bekannt sind, an (u.a. chronologische) "Fakten" halten. Viele Details werde ich natürlich hinzuerfinden, um aus reinen momentbezogenen "Fakten" lebendige Geschichten schmieden zu können.


Doch zuvör möchte ich gerne noch die rein rechtliche Seite abklären. Ich hoffe, Ralf oder sonstwer hier, kann mir eine zutreffende Antwort geben. Wäre es denn überhaupt rechtens, wenn ich hier aus freien Stücken Kurzgeschichten über Mittelerde kostenlos poste?
Valaraukar
 

Re: (Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Uthoroc am 23.06.2014, 14:25

Da das unter nicht-kommerzieller Fanfiction läuft, ist das glaube problemlos, solange man einen Disclaimer voranstellt. Es gibt zum Beispiel eine eigene Webseite zu Tolkien Fanfiction() , da gibt es auch mehr zum Thema Rechte und Disclaimer.

P.S.: Ich habe im Moment größte Schwierigkeiten hier richtige Links zu posten. Da bekomme ich immer wieder Fehlermeldungen. Hier findest du sie: herrderringe-fanfiction.de
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Re: (Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Valaraukar am 23.06.2014, 18:43

Danke für deine Hilfe, Ralf!

Uuuh, dieses Disclaimer Zeugs ist aber seeeehr umfangreich dort. Die gehen ja wirklich auf alles ein und haben sich auch alle möglichen Erlaubnisse eingeholt, u.a. von John Howe. Hmmm....Besser wird es sein, ich veröffentliche meine Kurzgeschichten auf deren Seite, wo alles rechtlich geklärt ist und stelle dann ggf. den Link dazu hier in diesen Thread. :)
Valaraukar
 

Re: (Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Jaston am 24.06.2014, 22:05

Hört sich interessant an
Verspürt ein Jaston Kälte, dann ist es die kalte Klinge des Stahls. Verspürt er Durst, dann ist es der Durst nach Blut.
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Re: (Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Valaraukar am 26.06.2014, 08:10

Disclaimer:
Die Geschichten, die von mir ersonnen sind und die ich hier in diesem Forum veröffentliche, bedienen sich ganz überwiegend der von J.R.R. Tolkien erdachten Welt Mittelerde und basieren zum allergrößten Teil auf seinen Charakteren, Ereignissen und Orten, die darin vorkommen. Die Rechte an vorgenannten bleiben somit bei ihm bzw. seinen Erben. Charaktere, Orte sowie Handlungen, die nicht oder nicht unmittelbar auf J.R.R. Tolkiens Werken beruhen, entstammen hingegen meinen Ideen und insoweit behalte ich mir allen gedanklichen Eigentum daran vor! Ferner veröffentliche ich meine Geschichten in und um Mittelerde hier keinesfalls zu kommerziellen Zwecken, noch verdiene ich tatsächlich Geld daran!
Valaraukar
 

Re: (Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Valaraukar am 27.06.2014, 15:48

Zeit: 2103, Zweites Zeitalter
Ort: Umbar, prä-númenorisch besiedelter Hafen, tributpflichtig gegenüber dem Königreich Númenor

1.0
Barándil, Elethóils Sohn und königlicher Präfekt des númenorischen "Protektorats" Umbar, war wütend! Wütend auf seinen König Tar-Atanamir, seines Zeichens der 13. Hohe König von Númenor. >>Was denkt sich mein König nur dabei, so etwas von mir zu verlangen!<<, ärgerte sich Barándil. >>Die Völker der Haradrim müssen schon wirklich sehr viel von deren Hab und Gut an Númenor abtreten. Fast wöchentlich nunmehr brechen neue Frachtschiffe von Umbars und auch anderer Siedlungen Häfen auf gen Andor, meiner und aller anderen Dúnedain Heimat! Und alle voll beladen. Wenn jetzt mein König die Abgaben noch weiter erhöhen will, so bleibt den Haradrim ja bald kaum mehr genug übrig, um auch an mich noch ihren Zoll zu entrichten!<<, redete er laut vor sich hin, ungewillt, seinen hohen Lebensstandard gefährdet zu sehen.
Während Barándil so darüber nachsann, wie man die Haradrim am sinnvollsten weiter ausbeuten konnte, so dass gleichzeitig für seinen König und auch für ihn selbst noch genug dabei heraus käme, trat sein dunkelhäutiger Diener haradrimscher Abstammung durch einen kleinen mit einem Vorhang behangenen Durchgang in sein prächtig ausgestattetes und mit vielerlei Gold, edlen Stoffen und kräftigen Farben verziertes Arbeitszimmer ein. >>Tsí-ìr-Dâsch, was störst du mich in meinen Überlegungen!?<<, verlangte Barándil zu wissen. >>Verzeiht eurem unwürdigen Diener diese Störung, Herr, aber ein Gesandter möchte euch sprechen. Er sagt, es sei von hoher, ja höchster Wichtigkeit, die keinen Aufschub duldet!<<
>>Ein Gesandter?? Ein Gesandter von wem?<<, fragte Barándil barsch. >>Das wollte er mir, eurem zutiefst ergebenem Diener, nicht preisgeben, oh Herr!<<, jammerte Tsí-ìr-Dâsch. >>Doch,<<, fuhr er fort >>er sieht sehr edel und hochsinnig aus, und, ich weiß nicht woher, oh Herr, doch ich habe irgendwie das tiefe Gefühl, ihm mein vollstes Vertrauen zu schulden, ganz so, wie ich auch euch verehre und blind vertraue, mein Gebieter!<< Dabei verbeugte sich Tsí-ìr-Dâsch tief vor seinem herablassenden und überheblichen Herrn.
>>Na schön, lasst ihn ein und führt ihn in meinen Empfangsraum.<<, befahl der Präfekt seinem Diener. Und wehe, dieser "Gesandte" hat nicht wirklich wichtige Neuigkeiten, dann soll er mich kennenlernen!, dachte sich Barándil.


--Fortsetzung folgt--

1.1
Als Barándil eben noch einen flüchtigen Blick in seinen lebensgroßen, holzvertäfelten Spiegel warf, ehe er sich seinem unerwarteten Besucher widmen wollte, gefiel ihm, was er darin sah. Und obgleich er für einen Númenorer, der nur eine entfernte Verwandtschaft mit der Königslinie vorweisen konnte, mit seinen 267 Jahren schon als recht "betagt" galt (nur die Dúnedain der königlichen Linie wurden regelmäßig rund 400 und mehr Jahre alt), so besaß er doch immer noch in vollem Maße eine strenge Würde, große körperliche Kraft und überwältigende Willensstärke, der nur die stärksten Menschen zu begegnen oder gar zu widerstehen vermochten - in der Regel nur andere Dúnedain. Seine stattliche Größe von etwas über 2 Metern, die kantigen Gesichtszüge, umrahmt von schulterlangem, nun schlohweißem Haar und die stechend grau-blauen Augen, die unter stark akzentuierten Augenbrauen hervorblitzten, taten ihr Übriges zu seinem imposanten Erscheinungsbild. Der Empfangsraum für Besucher befand sich, von seinem Arbeitszimmer aus gesehen, rechts am Ende eines langen Ganges. Doch Besucher betraten diesen von der anderen Seite des eindrucksvollen und großen steinernen Verwaltungsgebäudes aus, in dem Barándil als Stellvertreter des Königs Tar-Atanamir in Umbar, seinen Sitz hatte, während er nun über den hinteren Eingang gehen konnte. Da er sich persönlich für außerordentlich "wichtig" hielt, ließ er sich Zeit und schlenderte nur sehr gemächlich zum Empfangsraum. Sollte sein Besuch ruhig ein wenig warten, das stellte gleich mal klar, wer hier das "Sagen" hatte...Barándil erreichte somit erst einige Minuten später sein Ziel (er hatte im Vorbeigehen wieder einmal diese fantastischen Bilder von bedeutsamen Künstlern Númenors studiert, die überall im Verwaltungsgebäude an den Wänden hingen und die nicht selten große Segelschiffe in windgepeitschtem Meer zeigten) und es war daher auch nicht verwunderlich, dass sein Besucher, der "Gesandte" schon auf ihn zu warten schien, wenngleich dieser mit auf dem Rücken verschränkten Armen und von Barándil abgewandt aus einem großen Fenster auf die weitspannenden Hafenanlagen Umbars schaute, auf die man von der Anhöhe, auf der dieses Gebäude thronte, einen zugegebenermaßen herrlichen Ausblick hatte!
Das erste, was Barándil missfallend zur Kenntnis nahm, war die ungeheure Körpergröße des Neuankömmlings. Er schien - auf den ersten Blick gesehen - mindestens ebenso groß zu sein, wie er selbst. Was ist das bloß für einer!?!, fragte sich Barándil im Geiste. >>Seid gegrüßt an diesem wundervollen Morgen, o königlicher Präfekt Umbars seiner Majestät, Tar-Atanamirs, des unerreicht Großen!<< eröffnete der Fremde unvermittelt und ohne sich auch nur umzudrehen, das Gespräch. Wie kann dieser Kerl es nur wagen, das Protokoll so derart zu verletzen, wenngleich er es auch mit geziemenden Worten tut! Zorn regte sich in Barándil, doch war er nicht gewillt, diesem schon jetzt nachzugeben - noch nicht!


--Fortsetzung folgt--
Valaraukar
 

Re: (Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Valaraukar am 29.06.2014, 21:19

1.2
Also rührte sich Barándil nicht auf die Begrüßung seines noch immer mit dem Rücken zu ihm stehenden Besuchers. Er blieb einfach still stehen. Du willst Spiele spielen, mein Freund, nun, das kann ich gewiss ebenso. Einige lange Augenblicke rührte sich niemand. Dann plötzlich, als Barándil es sich schon anders überlegen und diesen Fremden doch ansprechen wollte, drehte sich sein Besucher endlich um. Er war ein großer Mensch. Feine, doch zugleich strenge Gesichtszüge hatte er. Schulterlanges, glattes schwarzes Haar fiel ihm herab. Sein Alter war schwer zu schätzen, aber vermutlich - da er sehr wahrscheinlich kein Númenorer war - dürfte er um die 40 Jahre alt gewesen sein. Eine sehr charismatische, ja regelrecht dominierende Ausstrahlung schien ihn zu umgeben, obwohl diese hier und jetzt umhüllt zu sein schien, zu Gunsten einer gerechten und redlichen Wirkung auf seinen Gesprächspartner. Seine Kleider waren anderer Machart, vermutlich irgendwo im fernen Osten Mittelerdes gewirkt, so wie sie aussahen, jedoch von geübter Hand gewebt, mit reichen Verzierungen versehen und von hoher Güte, die sich sicherlich nur ein vermögender Mann dort leisten konnte. Als sein Besucher unvermittelt lächelte, zeigten sich Barándil die perfektesten und weißesten Zähne, die er je bei einem Nicht-Dúnedain zu Gesicht bekommen hatte. Gegen seinen Willen wirkte die ganze Erscheinung seines Gegenübers augenblicklich sympathisch auf Barándil.
>>Es ist mir eine große Freude und Ehre, euch einmal persönlich gegenübertreten zu dürfen, Herr!<< eröffnete lächelnd der Gesandte das Gespräch von Neuem. >>Denn ich habe bereits viel über euch und die Weisheit, mit der ihr euren Aufgaben nachgeht, gehört.<<
>>Nun,<< entgegnete Barándil vorsichtig, >>die Freude ist ganz meinerseits. Auch wenn ich von euch nicht annähernd so viel gehört habe; ja noch nicht einmal euer Name hat es bis an mein Ohr geschafft!<<
>>Verzeiht, ihr habt natürlich Recht!<< entschuldigte sich der andere Mann. >>Mein Name ist Annatar.<<


--Fortsetzung folgt--


1.3
Annatar! Das ist elbisch für "Herr der Geschenke"..., übersetzte Barándil für sich. Er meinte, diesen Namen irgendwann in irgendeinem Zusammenhang schon einmal gehört zu haben, konnte sich im Augenblick jedoch nicht erinnern, wann und wo. Ich scheine nun langsam doch noch alt zu werden., dachte er nicht ohne ein gewisses Bedauern dabei. >>Annatar. Es freut mich, eure Bekanntschaft zu machen. Einer meiner Diener teilte mir mit, ihr wärt ein Gesandter, doch konnte er mir nicht sagen, von woher oder von wem ihr ausgesandt wurdet, mit mir zu reden. Sicher könnt ihr aber Licht in dieses Dunkel bringen...?<<
>>Ja, das kann ich in der Tat!<< bejahte dieser Annatar. >>Ich komme aus dem Lande Mordor, das euch sicher ein Begriff ist?<<
Mordor! >>Äh...ja, ich habe natürlich schon über Mordor gehört. Nicht immer nur das Allerbeste, um ehrlich zu sein...herrscht dort nicht Sauron über ein Heer von Sklaven und kriegslüsternen Orks? Was vermag mir, dem königlichen Verwalter Númenors von Umbar, ein Sendbote Mordors mitzuteilen?!<< verlangte Barándil zu erfahren. >>Nun, es scheint mir, eure Informationen über Mordor sind nicht ganz zutreffend, Herr!<< begann Annatar zu beschwichtigen. >>Zwar trifft es zu, dass Sauron der König jenes Landes ist. Doch ist er sicher kein Kriegstreiber und Sklavenhalter! Wohl aber sucht er, die vielen wilden und gefährlichen Völker des Ostens - und sicher auch ein paar kleinere Gruppen ehemals herrenloser Orks - unter einer Führung zu einigen. Er tut dies, um sie zu befrieden und zu kultivieren. Er will die Gefahr, die von ihnen ausgeht, ein für allemal aus der Welt schaffen. Zum Wohle aller Völker Mittelerdes! Denn sehr liebt er die Freiheit; auch schätzt er Kultur und Wissenschaften und will nicht leiden, dass diese durch barbarische Menschen und Orks zu Grunde gehen könnten. Dies und nichts anderes ist Saurons Absicht, wenn er die vielen kriegerischen Horden zu einen sucht.<< Annatar sprach dies alles mit so viel ehrlich wirkender Überzeugung aus, dass Barándil ihm vorläufig Glauben schenken wollte, insbesondere, da er über Sauron nicht allzuviel wusste. Dieser hatte seit rund 400 Jahren keinen Konflikt mehr gegen den Westen gesucht, seinen Einflussbereich gen Osten und teilweise auch in Richtung Süden während dieser Zeit aber immer weiter auszudehnen verstanden.


--Fortsetzung folgt--
Valaraukar
 

Re: (Phantasie-) Erzählungen Mittelerdes!

Beitragvon Valaraukar am 01.07.2014, 07:58

THREAD ENDE!!!

(Die bisherige Geschichte wird teilweise überarbeitet sowie ergänzt und in einem neuen Thread vorgestellt.)
Valaraukar
 


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