Mini-Szenario zum Ringkrieg: Das Böse erstarkt...

Wie man es anders machen könnte

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Mini-Szenario zum Ringkrieg: Das Böse erstarkt...

Beitragvon Valaraukar am 29.11.2013, 22:18

Das Böse erstarkt...

Hintergrund:
Mit dieser Szenarioabwandlung vom Brettspiel "Herr der Ringe - Der Ringkrieg (2. Edition)" möchte ich noch besser den rasanten Aufstieg der Mächte des Bösen zum Ende des 3. Zeitalters simulieren, jedoch zu einem etwas früheren Zeitpunkt, als der Schatten noch ein wenig weiter davon entfernt ist, erfolgsversprechende Angriffe zu starten. Gleichzeitig soll der Weg der Ringgemeinschaft ein bisschen anspruchsvoller sein. Erstens, um noch mehr Spannung in das Spiel zu bringen und zweitens, um den kleineren strategischen Nachteil des Schattens im Vergleich zur Startaufstellung durch einen in der Regel etwas schwierigeren Weg der Gefährten nach Mordor wieder anzugleichen. Dadurch erhoffe ich mir noch mehr epische Tiefe. Um das alles zu erreichen, habe ich folgende Änderungen zur normalen Startaufstellung vorgenommen, jedoch habe ich auch den Spielplan selbst modifiziert, wie ich gleich schildern werde:

Änderungen der Startaufstellung:
- Barad-Dûr -2 Orks
- Morannon -1 Ork
- Minas Morgul -1 Ork, +1 Nazgûl
- Orthanc -1 Wolfsreiter, +1 Uruk-hai

- West-Emnet +1 Rohankrieger (Regulär)

Nun habe ich, wie eingangs schon erwähnt, auch noch Anpassungen am Spielplan zu Zwecken dieses Szenarios vorgenommen. Fangen wir mit West-Harondor an. Der Weg der Südlinge nach Mittelerde ist weit. Viele, viele Meilen weit. Um besser zu simulieren, dass sich die großen Horden aus dem Süden erst auf den langen Fußweg nach Mittelerde begeben müssen, habe ich die Region West-Haronder horizontal zweigeteilt und den oberen Bereich schlichtweg Nord-Haronder getauft. Alle Wege für die Bodentruppen aus Umbar und aus Nah-Harad sind nun insgesamt 3 Bewegungen von entweder Osgiliath oder Pelargir entfernt, statt wie zuvor 2 Bewegungen. Auf diese Weise kann auch die Schatten-Ereigniskarte "Korsaren von Umbar" unter Umständen für den Schatten noch wertvoller werden.

Als nächstes habe ich das Gebiet Östliches Rhun ebenfalls horizontal zweigeteilt und den oberen Teil schlicht "Rhun" genannt (da "Nördliches Rhun" auf der Karte schon vergeben ist). Das tat ich, weil zum Einen der Weg ins Tal des Carnen (rechts neben Thal) vom Morannon schnurstracks geradeaus 5 Regionen weit ist, jedoch wenn man vom Morannon nach rechts zum Südlichen Rhun geht, sich dann nach Norden wendet und schließlich wieder gen Westen, der Weg ebenfalls nur 5 Regionen weit ist! Seit wann ist eine Gerade genauso lang, wie ein gekrümmter Weg?!? In meinem Szenario wäre dieser (umständliche) Weg nun ein Feld weiter. Und ganz nebenbei und somit zum Anderen, dauern nun auch Truppenbewegungen vom Südlichen Rhun nach Erebor & Co. eine Bewegung länger, was durchaus sinnvoll ist, geographisch, als auch, um den FV eine kleine militärische Hilfe zu gewähren.

Die gravierendste geographische Änderung machte ich in den Regionen Ost-Emnet, Westliches Emyn-Muil und Östliches Emyn-Muil. Auch hier habe ich eine durchgehende horizontale Abgrenzung dieser Regionen vorgenommen und einfach jeweils in "Nord" und "Süd" namentlich ergänzt. Jedoch habe ich bei den Östlichen Emyn-Muil bei der rechten Abgrenzung einen Bogen nach Süd-Osten gemacht, um eine direkte Verbindung dieser Region mit der Region Dagorlad gewährleistet zu lassen. Geologisch habe ich diese Regionen zweigeteilt, weil sie schwer passierbar und damit langsamer passierbar sind. Die Ost-Emnet ist sehr sumpfig und am östlichen Rand sehr gebirgig. Und die Emyn-Muil sind natürlich ebenfalls sehr gebirgig und schwer passierbar. Aber der Hauptgrund, warum ich diese 3 Regionen zweiteilte, ist ein anderer:

Der bisherige Weg der Ringgemeinschaft nach Mordor ist einer dieser Alternativen:
- durch Moria entweder ins Schwarze Tor oder nach Minas Morgul = 10 Felder weit
- über den Hohen Pass, durch den Düsterwald und nach Süden zum Schwarzen Tor = 11 Felder weit
- von Bruchtal aus direkt nach Süden, durch die Dunlande und die Pforte von Rohan nach Osten, durch Gondor und bis nach Minas Morgul = 12 Felder weit

Nach meiner Änderung gestalten sich diese Wege wie folgt:
- durch Moria ins Schwarze Tor = 10 Felder weit (unverändert...)
- durch Moria nach Minas Morgul = 11 Felder weit (neu)
- über den Hohen Pass, durch den Düsterwald und nach Süden zum Schwarzen Tor = 11 Felder weit (unverändert...)
- über den Hohen Pass, durch den Düsterwald und nach Süden nach Minas Morgul = 12 Felder weit (nicht neu, aber nun wichtig...)
- von Bruchtal aus direkt nach Süden, durch die Dunlande und die Pforte von Rohan nach Osten, durch Gondor und bis nach Minas Morgul = 12 Felder weit (unverändert...)

Die Jagd:Nun wäre diese teilweise Änderung und teilweise Erhaltung der Reiseroute eigentlich unlogisch, wenn ich nicht auch noch eine letzte Sache für mein Szenario angepasst hätte, um die ganze Sache abzurunden! Und zwar eine Ergänzung zur Jagd, ausschließlich bezogen auf die Gemeinschaft und das Schwarze Tor. Der Weg der Gemeinschaft zum Schwarzen Tor ist in jedem Fall nun um 1 Feld kürzer, als nach Minas Morgul, völlig egal, welchen Weg man wählt (außer, wenn man durch Rohan kommt, aber das spielt keine Rolle). Wenn die Gemeinschaft es also möchte, durch Moria geht und zum Schwarzen Tor, sind es immer noch nur 10 Felder dorthin. Oder 11 Felder, wenn sie den Weg durch den Düsterwald nahm. Der Weg nach Minas Morgul ist um ein Feld länger. ABER der Versuch, durch das Schwarze Tor ins schwarze Land einzudringen, ist nun risikoreicher, als es der Weg durch Minas Morgul ist. Denn nach meiner Regel passiert nichts weiter, wenn die Gemeinschaft sich im Morannon zeigt. Wird sie jedoch entdeckt und gelangt hierdurch oder bleibt im Schwarzen Tor, müssen nun ZWEI statt wie bisher nur einem Jagdplättchen für die Schattenfestung gezogen werden (gezogene Augen werden nach wie vor ignoriert)!!! Das gilt jedoch nur für die Region Morannon und auch nur dann, wenn die Gemeinschaft dort entdeckt wird. Denn das Schwarze Tor ist der am besten bewachte Eingang ins schwarze Land und eine Entdeckung des Ringträgers hier kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Es ist also ein Risiko, den kürzeren Weg zum Schwarzen Tor zu nehmen, genauso wie es ein Risiko darstellt, den kürzeren Weg durch Moria zu nehmen. Die Entscheidung liegt beim Spieler. :)


Wer es ausprobieren will, dem wünsch ich viel Spaß damit! :)
Valaraukar
 

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