Sitka der Herr der Ringeister und der EINE Ring.

"Tatsachenberichte"

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Sitka der Herr der Ringeister und der EINE Ring.

Beitragvon SitkaTheWolf am 08.03.2017, 17:06

Hallo Freunde des fröhlichen Figurenschiebens!

Mein Spielbericht wird zwar etwas kurz und das Spiel liegt schon mehrere Wochen zurück, aber ich möchte dennoch davon berichten, da ich eine RISKANTE Taktik als Schatten anwandte und ich zu bedenken geben möchte dass mit beiden Erweiterung gespielt wurde. Zwecks der Taktiken beider Seiten.

Ich habe mich von Anfang an für den Hexenkönig entschieden der sofort wenn die Gemeinschaft sich zeigt oder entdeckt wird, in die Region der Ringtrager gestellt werden darf, entschieden. Ich hab das Spiel nicht bei mir und von daher fällt mir seine genaue Bezeichnung gerade nicht ein, aber ihr wisst wen ich meine ^^

Also zwecks des Hexenkönigs habe ich von Runde 1 an intensive jagt nach dem Ring betrieben( so gut wie immer mit allen Ringgeistern, von denen zwischenzeitlich 3 von meinem Kumpel per Adler frittiert wurden) und auch glücklicherweise Rundenweise die nötigen Handkarten zur Verfügung gehabt. Zwar gelangen meinem Kumpel als SFV mehrere erfolgreiche Bewegungen mit der Gemeinschaft, allerdings wurde es für ihn jedes mal zappenduster wenn die Jagd erfolgreich war.
Also hat er sein Heil im Weg über Thal gesucht wo er dann auch , nachdem ich die Karte "Schlechtes Wetter" Spielen konnte und die Ringtrager an den Nordrand der Karte befördert hab, ganze 4 Runden festhing. Erst ab diesem Zeitpunkt habe ich aktiv an der Unterwerfung Mittelerdes gearbeitet nach dem ich ganze zwei Fullstacks (Armee mit 10 Einheiten) an Lorien verheizt hab xD

Am Ende kam es aber dennoch so wie immer in unsren Spielen: Ein Jagdplättchen auf der Mordorleiste entschied über Sieg oder Niederlage.

Ich hab durch den Glücksfaktor "Ziehen eines zufälligen Objekts" gewonnen.

Worauf ich hinaus will ist, dass es das ganze Spiel über so aussah als würde ich die Macht über dEn Ring durch blose Jagdaktionen meinerseits erlangen, während ich einem, für den Schatten üblichen, Militärischen Sieges völlig außer acht lies. Und trotzdem gewannen am Ende fast die FV.

Man muss dazu sagen das mein Kumpel auch extrem gut verteidigt hat, was mich mehr und mehr dazu brachte, mich ehr dem Ring zu widmen als dem Joch der FV.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Schatten wenn ihr mal eine ehr seltene Taktik fahrt ?
„Ich habe kein Spiel in dem ich nicht, in einer Runde entweder nur Ereigniswürfel oder Augen würfle! Und wenn ich sage ich zeige mich um Ringschaden abzubauen, würfle ich nur Schwerter!
Und ja ! Gegen mich zu gewinnen macht keinen Spaß xD!
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Re: Sitka der Herr der Ringeister und der EINE Ring.

Beitragvon Olórin am 09.03.2017, 06:52

Kurz gesagt:

In-game ist es kein sehr guter Weg, sich ganz überwiegend - und das will ich wörtlich verstanden wissen - auf die Jagd nach dem Ring zu konzentrieren und die militärischen Belange nur am Rande bestenfalls halbherzig mitlaufen zu lassen. Tut man das, hat der FV Spieler vergleichsweise viel Zeit, um selber Nationen an oder in den Krieg zu bekommen und dann auch mit oder ohne Ereigniskarten Truppen zu rekrutieren. In einer Festung macht jede Einheit der FV dem Schatten einen Angriff auf diese Festung buchstäblich doppelt schwer. Aber es kommt noch schlimmer: selbst wenn man dem Ringträger und der Gemeinschaft des Ringes anfangs beachtenswerten Schaden zufügen kann, wird doch ein halbwegs vernünftiger FV Spieler schnell merken, dass, wenn der Schatten den Großteil seiner Ressourcen der Jagd nach dem Ring zuschiebt, es kaum mehr einen Grund zur Eile für die Ringgemeinschaft gibt. Und dadurch wird sie sich im Idealfall irgendwo in einer Stadt/Festung verkriechen können um sich auszuruhen und zu heilen, bevor sie ihren Weg fortsetzt.

Das Ende vom Lied ist dann, dass es der Gemeinschaft nicht mehr allzu übel geht, aber gleichzeitig die Freien Völker schon an vielen Hotspots über beachtliche Truppenstärken verfügen. Wenn dann erst der Schatten ernsthaft anfängt, militärisch zu agieren, werden die FV in vielen Fällen immer noch genug Zeit übrig haben, um die Ringgemeinschaft ohne übermäßig großes Risiko an den Schicksalsberg heranzuführen um den Sieg zu erringen.

FAZIT: Die Mischung macht es. Man sollte als Schattenspieler immer sehen, wie sich die Situation zu Anfang eines Spiels entwickelt und aus dieser Basis seine weitere Vorgehensweise ableiten. Es ist definitiv ein unnötiges Risiko für den Schatten, wenn man gleich in der 1. Spielrunde mehr als max. 2 Augen ins Jagdfeld legt (oft wird eins genügen, manche riskieren sogar 0!), denn lange Zeit wird es im Spiel so sein, dass wenn viele Augen im Jagdfeld liegen, der FV Spieler verständlicherweise sehr geneigt sein wird, sich nur 1x in einer solchen Runde zu bewegen (oder auch mal gar nicht, wenn er es sich erlauben kann). Dann aber hat der Schatten durch die vielen Augen eine Menge an kostbaren Aktionswürfeln verloren in jener Runde. Primär gewinnt der Schatten militärisch in diesem Spiel. Er sollte auch alle Weichen zu Beginn eines Spiels in diese Richtung stellen. Wenn er aber eine günstige Gelegenheit bekommt, die Gemeinschaft zu jagen, weil diese unglücklich entdeckt wurde z.B., ist es absolut o.k. ab diesem Zeitpunkt mehr Druck auf die Gemeinschaft auszuüben. Es sollte jedoch immer ein stetiger militärischer Druck vorhanden sein, der es der Gemeinschaft praktisch unmöglich macht, lange an einem Ort zu verweilen. Eine sich bewegende Gemeinschaft ist eine effektiver jagdbare Gemeinschaft!
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